Die als Duplex-Schneckenradsatz ausgeführte Verzahnungsvariante eignet sich insbesondere für Antriebe, die bei großen Übersetzungsverhältnissen ein winkelgenaues Positionieren erfordern. Besonders vorteilhaft ist, dass das Verzahnungsspiel wiederholt justiert werden kann. Hat sich nach längerem Betrieb das Verdrehspiel vergrößert, lässt sich die Verzahnung wieder spielarm ein- bzw. nachstellen. Dazu wird die Schneckenwelle im Getriebegehäuse axial um kleine Wege verschoben. Dies geschieht beispielsweise mit Passscheiben beim Einbau des Festlagers oder mit Justierschrauben im Gehäusedeckel. Die Duplex-Verzahnung zeichnet sich durch Zahnflanken mit unterschiedlichem Steigungswinkel aus. Axiales Einstellen der Schneckenwelle bewirkt einen spielarmen Eingriff der Schneckenverzahnung in den Zähnen des Schneckenrads. Spielarm einstellbare Schneckenradsätze von Framo Morat sind mit Modul 0,3 bis Modul 8 erhältlich.
Die Duplex-Verzahnung kommt beispielsweise in Dreh- und Schwenktischen zum Einsatz, die Bauteile zum Bearbeiten oder zur automatisierten Montage positionieren. Zudem optimieren spielarme Schneckenverzahnungen optische und mechanische Geräte in der Mess- und der Medizintechnik. Da die Verzahnung nachstellbar ist, können Instrumente, zu messende Bauteile und Optiken über die gesamte Betriebszeit exakt positioniert werden.